Übergeordnetes, Ganzheitliches

Wissenschaft wird aus gutem Grund mit Wissen assoziiert, obwohl Wissenschaft oftmals bedeutet, etwas noch nicht ganz zu wissen, aber einen Wissen schaffenden Prozess ständig weiter zu treiben. Dass es aber „höhere“ Ordnungen als das Fachwissen gibt, habe ich zu oft bei Diskussionen mit sehr klugen Fachleuten erlebt. Ich konnte oft in fachlichen Dingen bei (kontroversen) Diskussionen als Laie alles derart hinterfragen und argumentieren, sodass diese Leute selbst nicht mehr ganz sicher waren oder danach ihre Meinung änderten bzw. zumindest ihr eigenes „(Un-)Wissen“ kritischer betrachteten. Das erstaunte mich sowohl in einem positiven als auch in einem negativen Sinn.

Positiv, weil Fachkundige einem Laien nachgeben, wenn es notwendig ist. Dies zeugt von guten Charaktereigenschaften. Negativ, weil ich merkte, dass man kein blindes Vertrauen in Menschen haben darf, auch nicht in die klügsten Köpfe der Menschheit. Somit stellt sich mir die Frage: Wie kann es sein, dass (viele) Fachkundige bzw. Wissenschaftler so sehr in eine Sache vertieft sind, und dennoch sehr voreingenommen sind? Oder sind sie es genau aufgrund dessen? Muss in manchen Fachgebieten ein Paradigmenwechsel her? Wenn ja, muss er erst durch die nächste Generation zustande kommen? Würde eine gewisse, regelmäßige Distanz zum Fachgebiet oder Thema den eigenen Horizont erweitern? Man wird eher blind für das große Ganze, wenn man sich nur sehr nahe an etwas Großem bewegt. Perspektive ist alles:

Hausverstand und Empathie

Meiner Meinung nach sind die besten und sympathischsten Wissenschaftler, diejenigen, die ihren „Hausverstand“ nicht verloren haben, ganzheitlich und empathisch Dinge betrachten können. Liebe Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, in einem kurzen und kompakten Beitrag auf der Plattform RESPEKT appelliert ein ehemaliger Kollege eurerseits an grundlegend menschliche Werte.

Kontroverse Forschung

Dass Forschungsthemen sehr kontrovers sein können, zeigt die Geschichte sehr gut. Das hat mehrere Gründe, oft stehen einfach nur Ideologien, persönliche oder gesellschaftliche, wirtschaftliche Interessen im Vordergrund eines Forschungsgebiets. Die Forscher, und somit die Forschung, leiden unter diesen und anderen Aspekten. Sieh’ dir folgende ARTE Dokumentation vollständig an und bilde dir selbst ein Urteil darüber, ob du in allen Punkten mit den dargestellten Sichtweisen übereinstimmst oder doch in einigen Teilen etwas anders siehst. Empfehlenswert ist die Dokumentation auf jeden Fall, es gibt auch andere gute Dokus zu solchen Themen.

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