Geschichte des Geldes

Zur Geschichte des Geldes möchte ich nicht viel erwähnen, es gibt dazu gute Videos und Dokumentationen z.B. The Hidden Secrets of Money von Mike Maloney, und viele andere.

Unfaire Verteilung und Machtposition

Wie im Dokumentarfilm nach dem Buch von Thomas Piketty Das Kapital im 21. Jahrhundert gezeigt wird, kann man viele problematische Tatsachen feststellen, von denen ich beispielhaft eine grundlegende anführe:

Die Wall Street hat mit ihren Ansichten die Politik übernommen, das ist ein heimlicher Putsch. Demokratien sind anfällig dafür, von Eliten übernommen zu werden. Wenn sie nicht erneuert werden, indem die normalen Bürger Widerstand leisten, werden sich die Demokratien weiter dahin entwickeln, dass Macht und Reichtum auf wenige konzentriert sind. Weltweit gibt es mittlerweile Schichten von Oligarchen, die sich mit Geld politischen Einfluss erkaufen. Wenn das Kapital zu stark konzentriert ist, verschafft es seinen Besitzern übermäßigen Einfluss auf die Medien, auf die Finanzierung von Wahlkämpfen und auf die Parteien, die ihre Interessen am besten vertreten. Die Logik, dass man für einen Dollar oder Euro eine Stimme kaufen kann, widerspricht dem demokratischen Prinzip „Ein Mensch, eine Stimme“.

„Rein rational würde man meinen, dass diejenigen, die mehr haben, auch eher dazu bereit sind, es mit anderen zu teilen“, erklärt der Psychologe Paul Piff, „aber das können unsere und andere Studien nicht bestätigen.“ Die Psychologen testeten in Monopoly-Spielen je zwei Personen, die sich nicht kannten, filmten und beobachteten sie während des Spiels und werteten die so gewonnenen Erkenntnisse aus. Ein Münzwurf entschied, wer der reiche und wer der arme Spieler ist. Die reichen Spieler erhielten doppelt so viel Geld zum Spielen, sie durften mit beiden Würfeln spielen und kamen daher schneller voran. Das war wichtig, denn jedes Mal, wenn sie über Los gingen, bekamen sie 200 Dollar, während die armen Spieler nur 100 Dollar bekamen. Die Ungleichheit fiel den Spielern natürlich sofort auf, aber schon nach ein paar Minuten entstand eine neue Dynamik. Die reichen Spieler änderten ihr Verhalten, sie wurden dominanter, sie aßen mehr Salzbrezeln. Beim Bewegen der Figur über das Spielfeld wurden sie lauter, sie hämmerten mit der Figur auf dem Spielfeld herum, als sie die gewürfelten Schritte nach vorne gingen. Die reichen Spieler waren auch signifikant unhöflicher. Sie neigten eher dazu, zu betonen, wie erfolgreich sie sind, und sie machten die armen Spieler herunter, sie wurden also weniger mitfühlend.

Diese Muster konnten konsistent an hunderten Probanden beobachtet werden. Menschen, die dank eines Münzwurfs gewinnen, benehmen sich plötzlich, als hätten sie es verdient zu gewinnen. Danach fragten die Psychologen unter anderem: „Warum haben Sie das Spiel gewonnen?“ Man würde erwarten, dass die reichen Spieler dann sagten: „Also, ich habe das Spiel aufgrund des anfänglichen Münzwurfs gewonnen, weil ich dadurch einen doppelten Vorteil hatte.“ Aber keiner, nicht ein einziger der reichen Spieler, schrieb seinen unvermeidlichen Erfolg in dem Spiel dieser Glückssache zu, die ihnen ihre privilegierte Position zufällig verschafft hatte. Wenn man Muster menschlichen Miteinanders analysiert, sind Personen, die ihren Erfolg für berechtigt und verdient halten, eher dazu bereit, ihre Interessen über die anderer zu stellen. Sie verhalten sich oft so, dass sie dem Wohl anderer schaden, um sich Vorteile zu verschaffen. Das hat schädliche Folgen für die Gesellschaft.

Aber es geht nicht darum, ob Menschen reich sind, sondern um die Erfahrung, besser dran zu sein als andere. Das scheint jeden oder würde jeden auf dieselbe Weise beeinflussen. Wenn in Experimenten Armen das Gefühl gegeben wird, reich zu sein, erhält man das gleiche Muster an Resultaten. Wir deuten die Wahrnehmung und die Erfahrung um, materiell besser als andere dazustehen, und halten uns für besser als sie. Der Verstand nimmt diese Umdeutung vor, so scheint es bei vielen zu sein.

Exorbitante Konzernmacht

In seinem Buch Das Amerika Syndikat – Wie die souveränen Staaten Europas zur Kolonie der USA verkommen zeigt Dr. Wolfgang Freisleben unter anderem auch die von Ernst Wolff oft angesprochene finanzielle Macht und in weiterer Folge die globale Macht und Einflussnahme führender Konzerne und Vermögensverwaltungs-Unternehmen wie z.B. BlackRock, Vanguard, State Street und Fidelity – gemeinsam als die „Big Four“ bezeichnet. Sie können den globalen Markt massiv beeinflussen, um dadurch für ihre Anleger und sich selbst enorme Einkünfte zu erzielen. Diese großen Vier halten gegenseitig große Beteiligungen, und halten auch global in sehr vielen Unternehmen Beteiligungen, jedoch gehören ihnen diese Anteile nicht, sondern die Konzerne treten als Treuhänder für ihre Kunden auf. Trotzdem erzielen sie, wie hier erwähnt, für sich selbst auch enorme Einkünfte bzw. Gewinne nach abzüglichen Steuern.

An ihnen selbst sind auch große Kaliber wie z.B. Rothschild und Rockefeller beteiligt, es werden viele andere, besonders anglo-amerikanische, Banken erwähnt, mit denen die „Big Four“ durch Überkreuzbeteiligungen in einem Syndikat verbunden sind. Es werden auch Politiker genannt und viele Verflechtungen mit Medien, weiteren Finanzinstitutionen, wie z.B. Zentralbanken, und Unternehmen etc. gezeigt.

Schlussbetrachtung durch Dr. Freisleben

In oben erwähntem Buch kommt Herr Dr. Freisleben zu einer Schlussbetrachtung, die ich teilweise anführen will: Die Welt ist nicht so, wie alle glauben. Und nichts bleibt, wie es einmal war. Nur der Glaubenssatz des Volksmunds hat Bestand: Geld regiert die Welt. Auch das Zitat von Benjamin Disraeli (1804–1881), dem zweimaligen britischen Premierminister und Schriftsteller, aus dem Jahr 1844 hat noch immer Gültigkeit: „Die Welt wird von anderen Leuten regiert, als es das Volk zu wissen glaubt“.

Und an Caroll Quigley, einst Professor an der Georgetown University in Washington D.C. und Insider der Hochfinanz, ist ebenfalls nicht zu zweifeln, der in seinem Buch Katastrophe und Hoffnung 1963 schrieb: „Die Kräfte des Finanzkapitalismus haben einen weitreichenden Plan, und zwar nichts Geringeres, als ein Weltsystem der finanziellen Kontrolle in privater Hand zu schaffen.“

Eine nicht weniger brisante Offenbarung gewährte Sir Josiah Stamp, ab 1928 Präsident der Bank von England, während einer Rede im Jahre 1927 an der Universität von Texas. „Das moderne Bankensystem erzeugt Geld aus dem Nichts. Dieser Vorgang ist vielleicht das erstaunlichste Zauberkunststück, das jemals erfunden wurde. Das Bankgeschäft wurde in Ungerechtigkeit gezeugt und in Sünde geboren. Den Bankiers gehört die Erde. Nimm sie ihnen weg und belasse die Macht zur Gelderzeugung in ihren Händen und mit einem einzigen Federstrich werden sie genug Geld erzeugen, um alles wieder zurückzukaufen. Nimm ihnen diese überragende Macht und alle großen Reichtümer, genauso wie mein eigener, würden verschwinden, und dann wäre diese Welt, in der wir leben, eine bessere und glücklichere. Aber wenn ihr weiterhin Sklaven der Bankiers bleiben und die Kosten dieser Sklaverei tragen wollt, dann lasst die Bankiers weiterhin das Geld erzeugen und die Kredite kontrollieren.“

Ob Ludwig Heinrich Edler von Mises (1881–1973), österreichisch-US-amerikanischer Wirtschaftswissenschaftler, recht behält, wird sich weisen. Aktuell ist sein überliefertes Statement allemal: „Durch Kunstgriffe der Bank- und Währungspolitik kann man nur vorübergehende Scheinbesserung erzielen, die dann zu umso schwererer Katastrophe führen muss. Denn der Schaden, der durch Anwendung solcher Mittel dem Volkswohlstand zugefügt wird, ist umso größer, je länger es gelungen ist, die Scheinblüte durch Schaffung zusätzlicher Kredite vorzutäuschen.“

Angesichts der im Buch Das Amerika Syndikat – Wie die souveränen Staaten Europas zur Kolonie der USA verkommen aufgezeigten Probleme, Fakten und Hintergründe erscheint die Politik der Europäischen Zentralbank (EZB) jedenfalls in einem etwas anderen Licht als bisher offiziell angegeben. Denn die Europäische Union (EU) ächzt vor allem unter der Last des auf Kredit aufgebauten angelsächsischen Geld- und Finanzsystem, das sich im letzten Jahrhundert wie eine Seuche über den Globus ausgebreitet hat. Das Ergebnis ist eine gigantische Verschuldung von Staaten, Unternehmen und Haushalten. Seit der Finanzkrise 2008/09 ist die Verschuldung weltweit allein bis zum 2. Quartal 2014 um 57 auf 199 Billionen Dollar gestiegen. Davon entfielen auf Staaten 29 Prozent, auf Unternehmen (ohne Finanzsektor) 28, auf den Finanzsektor 23 und auf Haushalte 20 Prozent.

Inzwischen dürfte der weltweite Schuldenstand bereits eine Dimension von 215 Billionen Dollar [Anm.: damaliger Stand] erreicht haben. Das ist ungefähr das Dreifache des erwarteten weltweiten Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Jahr 2016. Dieses Kreditgeld wurde aus dem Nichts geschaffen und wirkt wie ein perpetuum mobile des Reichtums der Finanzwirtschaft und ihrer Eigentümer. Je größer deren Anteile und ihrer Banken, umso größer auch der Vermögenszuwachs. Dem stehen auf der anderen Seite die Schuldner gegenüber, die das einstige Luftgeld mit real erwirtschaftetem Geld zurückzahlen müssen – samt Zinsen natürlich.

Dieses System ist das Vehikel der permanenten Vermögens-Umverteilung von unten nach oben, von den wenig Besitzenden, die größere Anschaffungen vom TV-Gerät über das Auto bis zum Eigenheim mit Kredit finanzieren müssen, zu den Reichen, Superreichen und Megareichen. Und die Kluft wird immer größer. Doch nun scheint die Grenze der Belastbarkeit bedrohlich nahe, wenn nicht schon erreicht. Die Konsequenz beschrieb der britische Harvard-Historiker Niall Ferguson 2009 so: „Hohe Schulden und langsames Wirtschaftswachstum bringen selbst Imperien zu Fall.“

Der damalige Obama-Berater Paul Volcker, einst US-Notenbank-Präsident, pflichtete ihm in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel bei. Die EZB versucht nun zu retten, was es zu retten gilt: Das für Wenige lukrative Geld- und Finanzsystem, das auf den Schulden von Vielen aufgebaut ist. Doch weder konnte sie mit ihrer Geldflut bisher Inflation erzeugen, mit der sich die Schulden „weginflationieren“ ließen. Noch springt das Wirtschaftswachstum an, um vor allem den Staaten ein höheres Steueraufkommen zu bescheren, mit dem sie die Staatsschuldenquote gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) senken könnten.

Daher griff die EZB zum letzten, wenngleich verbotenen Mittel: dem Ankauf von Schuldpapieren notleidender Staaten mit frisch „gedrucktem“ bzw. im Computer erzeugten Geld. Die Monetisierung der Staatsschulden ist in vollem Gang. Ausgang ungewiss. Sie kann wohl erst enden, wenn sich auch die Rahmenbedingungen geändert haben, mit denen die Staaten wieder aus eigenem im Stande sind, sich aus der Gefahrenzone der Überschuldung heraus zu arbeiten.

Von allen Erkenntnissen der Entwicklung seit der Jahrtausendwende schiebt sich eine wesentliche in den Vordergrund: Wer die Macht hat, Geld aus Luft zu erzeugen, der hat auch die Macht über Wirtschaft, Staat und Gesellschaft. Das hat sich bestätigt, als im November 2011 der gewählte italienische Premierminister Berlusconi zwangsweise durch den Goldman-Sachs-Günstling Mario Monti und der griechische Premier Papandreou durch den ehemaligen Goldman-Mitarbeiter Papadimos ersetzt wurde. Und alle übrigen Regierungen der Union haben wortlos gekuscht. Eine Elite? Mitnichten. Und wo war da die Demokratie?

Die Finanzmächte haben an diesem System Gefallen gefunden und werden Änderungen nur zu ihren eigenen Gunsten zulassen. Immerhin geben sie allein für Lobbyarbeit auf EU-Ebene 120 Millionen US-Dollar pro Jahr aus. Das ist die Falle, in die Europa von Juncker & Co geführt wird. Fazit: Die Reichen schaffen sich ihre Regeln selbst. Die Endstation dieses Weges hat Jimmy Carter, der 39. Präsident der Vereinigten Staaten, so beschrieben: „Die USA sind keine Demokratie mehr, sondern eine Oligarchie mit uneingeschränkter politischer Korruption.“ Das soll Vorbild für die Europäische Union sein?

Vorerst zeichnet sich die EU schlichtweg durch Staatsversagen aus. Und zwar nicht nur von Regierungen der Einzelstaaten, sondern vor allem von der EU-Kommission. Denn sie hat die Staaten in ein komplexes, verworrenes und verschachteltes Vertragsgeflecht aus EU-Verträgen und sich überlappenden Regierungsstrukturen manövriert, so dass selbst Experten nicht mehr durchblicken. Grundsätze der Demokratie wie die Gewaltenteilung oder der Grundsatz, dass ein Parlament die Gesetze macht, sind längst ausgehebelt. Das Initiativrecht für Gesetze hat nicht einmal das Europaparlament! Parlamentarische Kontrolle? Fehlanzeige!

Die nationalen Parlamente sind nicht mehr, das Europäische Parlament ist noch nicht ausreichend zuständig. In dieses Vakuum stößt mit autoritärem Gehabe die EU-Kommission, die die europäischen Gesetzgebungsakte (Direktiven oder Verordnungen) an sich gerissen hat. Sie ist zugleich Exekutive und Hüterin der Verträge – eine Aufgabe, die eigentlich einem Gerichtshof zukäme. Die EU entspricht daher nicht einmal dem Prinzip der Gewaltenteilung nach Montesquieu.

Ebenso verschwunden ist der demokratische Gleichheitsgrundsatz one man, one vote, wonach alle Bürger beim Wahlrecht gleichgestellt sind. Bei der Wahl zum Europaparlament werden beispielsweise bevölkerungsschwache Mitgliedsstaaten in der Mandatskontingentierung überproportional bevorzugt. Mit dem Ergebnis, dass ein deutscher Abgeordneter des Europaparlaments fast eine Million Menschen vertritt, ein maltesischer Abgeordneter nur 70.000. Der Grundsatz der Gleichheit bei der Wahl wurde zugunsten der Gleichheit der Mitgliedstaaten verraten. Auch die Kompetenz des Europa-Parlaments steht auf schwachen Beinen, weil weder der Rat noch die Mitglieder der Kommission vom Parlament bestimmt bzw. gewählt werden.

Ebenso wenig besitzen alle Bürger Europas die gleichen sozialen Rechte. Und sie werden ungleich besteuert – bis hin zu den Steuervorteilen für Konzerne in Irland und Luxemburg. Der bürgerliche Gleichheitsgrundsatz, also die Gleichheit vor dem Recht, wird innerhalb der EU permanent durchbrochen.

DIE EUROPÄISCHE UNION ALS POST-DEMOKRATIE

Das bestehende EU-System ist mithin der Inbegriff von „Post-Demokratie“, wie der britische Politologe Colin Crouch es formuliert hat: „Du kannst zwar wählen, aber du hast keine Wahl.“ Die Politikwissenschaftlerin Ulrike Guérot verweist zudem darauf, dass die europäischen Bürger praktisch kein Recht auf Abwahl der EU-Institutionen haben; sie bestimmen den Regierungschef nicht; sie haben keine echte parlamentarische Opposition.

Kurz gesagt: Die europäischen Bürger sind nicht Souverän des politischen Systems der EU. Kein Wunder, dass immer mehr Bürger das Angebot der EU nicht mehr attraktiv genug finden, um es zu unterstützen. In den Augen des deutschen Philosophen Jürgen Habermas verkommt die EU gar zu einer den Finanzmärkten angepassten Technokratie.

Derartige Unstimmigkeiten, eine anhaltende Wirtschaftsflaute, das Auseinanderdriften von Einkommen und Vermögen sowie die Flüchtlingskrise verfehlen bei den EU-Bürgern ihre Wirkung nicht. Zweifel an den Fähigkeiten der regierenden Politiker-Kaste und an der Konstruktion der Union kommen hoch.

Fazit, Lösungsansätze

Es ist problematisch, dass Großkonzerne und Milliardäre sich der korrekten Besteuerung entziehen, während die hart arbeitenden Menschen hohe Steuern zahlen. Es ist problematisch, dass wenige reiche Menschen immer mehr Kapital anhäufen können, dieses dann auch noch zu derzeit ca. 85% aus dem realen Kreislauf heraushalten, es also für sich sichern, und in einem geschlossenen Kreislauf immer weiter (digital) vermehren können, ohne dass real je etwas dafür getan wird. Es ist problematisch, dass man Regularien aufgehoben hat, auch der Zinseszins-Effekt macht einiges nicht besser. Es ist problematisch, dass man Geld drucken kann, dass man ca. alle 12 Jahre mit einem massiven Einbruch der Finanzmärkte rechnen muss, und vieles andere mehr.

Die Mehrheit der Jugend kann sich heutzutage selbst in den westlichen Ländern normalerweise nur schwierig etwas erarbeiten, die steigenden Immobilienpreise sind hier zu nennen. Es ist schlecht, dass in manchen europäischen Großstädten große (ausländische) Investoren ganze Gebäude errichten oder kaufen, und diese nur profit-orientiert vermieten wollen, ohne auf andere lokale Bedürfnisse zu achten. Oftmals wird auch sehr langanhaltender Leerstand vieler Wohnungen in Kauf genommen, während viele Menschen händeringend nach einer leistbaren Wohnmöglichkeit suchen. Man möge auch bedenken, dass die ungerechte Verteilung sich gesellschaftlich auswirkt und zu großen Konflikten führen kann.

Wenn man will, dass eine Gesellschaft friedlich und harmonisch zusammenhält, darf man nicht zulassen, dass die Ungleichheiten zu groß werden. Lösungsansätze präsentiert zum Beispiel Herr ao. Univ.-Prof. Dr. Franz Hörmann von der Wirtschaftsuniversität Wien, andere Leute fordern z.B. schon längst eine weltweite Finanztransaktions-Steuer und vor kurzem hat man sich für einen Mindeststeuersatz von 15% für globale Konzerne geeinigt. Die Steuern sind dann im Land abzuführen, in dem die Einkünfte tatsächlich erzielt werden. Wer wird das jedoch erfolgreich kontrollieren können, welche Kontrollmechanismen wird man schaffen?

FAIR TALK: Weltfinanzsystem – Cash oder Crash? mit Phillip Hopf, Max Otte und Ernst Wolff
RTV Talk: Corona – “Zwischenkrisenzeit”?

Anmerkung: Bei der Recherche zu diesem Thema bin ich früher und jetzt neuerlich auf extreme, nationalsozialistische Websites und Links aufmerksam geworden. Diese sind rechtlich gesehen sicher illegal. Es scheint in diesen Gruppen auch oft auf Werke verwiesen zu werden, welche die (jüdischen) Bankiersfamilien ins Visier nehmen und sie für alles Übel verantwortlich machen. Dies wurde so von den Nationalsozialisten bereits in den 1930er Jahren auch filmisch dargestellt und die jüdischen Familien von Bankern wurden alle beim Namen genannt. Die Wurzeln des Judenhasses gehen aber noch weiter zurück, die Ideologien wurden dafür schon viel früher geboren.

Natürlich tragen auch die mächtigen Banker usw. zu der prekären Situation bei, aber einzelne Familien, Personen und Institutionen für eine Misére verantwortlich zu machen, ist dumm. Denn genauso gut müsste man dann gegen jeden einen unbändigen Hass entwickeln, der zu einer Notlage beiträgt, nur um sich Vorteile zu sichern. Was tut die Politik gegen die zu große Macht der globalen Akteure? Die Mittel für eine Regulierung und für Verbesserungen sind doch längst von klugen Köpfen vorgeschlagen worden … warum hat man diese bis heute nicht umgesetzt?

Nicht Menschen an sich sind das Übel, sondern die Habsucht und andere Dinge, die uns Menschen innewohnen. Es ist nun völlig egal, ob man Menschen deswegen hassen will, oder die Habsucht an sich … ändern wird sich deswegen nichts. So ist nicht Hass auf andere und auf diese Welt die Lösung, sondern das Aufbauen einer starken Gegenposition zu den üblen Dingen dieser Welt, und einer Ideologie, die sich zum Ziel setzt, üble Dinge zu unterbinden und Menschen heranzuziehen, die sich zukünftig nicht den selben Fehlern hingeben. Dies könnte die Chance auf eine bessere Welt erhöhen, jedoch ist mir auch der destruktive Geist des Menschen bewusst, der mit wenig Dummheit und Egoismus viel Gutes zerstören könnte. Es scheint ein „ewiger“ Kampf zu sein.

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